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Gibt es eine Geschichte, die Euch mit Woody verbindet? Wie seid Ihr zu Woodianern geworden? Warum mögt Ihr seine Filme? Was bedeutet Euch Woody und sein Werk? Alle schrägen, melancholischen, tragischen, komischen, wahren oder erfundenen Geschichten rund um Woody Allen und sein Universum sind hier willkommen. Die besten Storys und Beiträge werden an dieser Stelle veröffentlicht. Mailt uns!
"Ich bin nicht schreiend aus dem Kino gelaufen, sondern wimmernd im Sessel geblieben. Daheim bei der Freundin auf dem Sofa genauergesagt, haben wir den Film auf Video geguckt, mit 2 Sorten Pizza vom lieferservice. Ich denke, zu diesem Film MUSS man Pizza vom Lieferservice essen. Zuerst war ich entsetzt. Mir stellte sich die frage, ob dieser Film einfach unangemessen schäbig ins Deutsche übersetzt war, wie es bekanntlich bei Louis de Funes-Filmen öfters vorkommt. schon nach einer Viertelstunde war es mir egal; auf jeden Fall wollte ich unbedingt weiterschauen! Weil ich schon wusste, dass es angeblich Woodies Regiedebut sein sollte, fiel es, aufgrund der seltsamen Low-Budget-Machart und der experimentartigen Entstehungsgeschichte, leicht, mir vorzustellen, ein Bekannter von mir hätte gerade jetzt, anno 2002, diesen Film für sein Kunststudium gemacht. Und genau mit dieser Einstellung wurde mir klar: das hier ist GENIAL ! Seit Tiger-Lilly bin ich erst zum Woody Allen-Fan geworden. Wir schauen uns ab jetzt (teils nochmals und mit anderen Augen), soviel wir bekommen können und zeit haben, seine restlichen Filme auch noch an. Und beim Pizza-Essen geht mir "Coconut Grove" durch den Kopf." "Ich sah den "Jade Skorpion vor einer Woche im Passage-Kino in Leipzig und war mehr als nur positiv überascht. Ohne vorher eine Kritik gelesen zu haben und als nicht eben eingefleischter Allen-Fan bin ich in den "Jade Skorpion" hinein und als sehr glücklicher Zuschauer und mit dem festen Vorsatz, mir mehr von Woody Allen anzusehen bin ich dann herausgegangen. Die spritzigen Dialoge, die perfekte, authentische Ausstattung (bis hin zu den Tapeten in den Appartements) und nicht zuletzt auch die stets passende Musik, die tatsächlich mal zur Untermalung der Szene beiträgt (und nicht wie in anderen Filmen zum Füllen des Soundtrack-Albums) ergeben zusammen ein kleines, ruhiges und gleichzeitig witzig-quirliges Meisterwerk des modernen Films, das sich wohltuend vom Sci-Fi-Fantasy-Action-etc.-Rummel abhebt. Meiner Meinung nach ist der Film bis in die Nebenrollen perfekt besetzt, darunter besonders die Büroangestellten und vielleicht einmal abgesehen von Charlize Theron, die mir eher blass erschien (gewollt (???)). Ich bin selten (und seit den Neunzigern wohl garnicht) so vollkommen zufrieden und mit einem wohligen Gefühl aus dem Kino gegangen und konnte die parallel herausströmenden Harry-Potter-Zuschauer und Herr-Der-Ringe-Fans nur noch müde/fröhlich belächeln." "Seit mehreren Wochen plagt mich eine unangenehme Sehstörung auf dem linken Auge, ich sehe alles verschwommen. Heute war ich dann beim Kernspinn, nachdem meine Augenarzt nichts auffälliges feststellen konnte. Nach der Kernspinnuntersuchung hieß es warten auf den Befund. Da saß ich und ich erinnerte mich an eine Szene aus "Hanna und ihre Schwestern" und mußte lachen. Ich malte mir aus, was der Arzt sagen würde: Nun ja, Herr Knoke, hier sehen sie entlang der Spinal Rektroplazöse, das da was ist, was da nicth hingehört. Mit anderen Worten - hier, entlang des Sehnervs, ist die Zellwucherung und drückt auf ihre Splazensis, deswegen die Sehstörung. Herr Knoke, leider is an dieser Stelle eine OP ausgeschlossen, da man hier nicht hinkommt, sehen sie mal, über dem Sehnerv liegt das badesowsche Zentrum, und da kann man nicht rumschnipseln, also, das geht nicht, ausgeschlossen. Und übers Auge direkt, geht auch nicht, weil man da alles entfernen müsste und trotzdem nicht direkt an den Tumor kommt. Mit anderen Worten, sie haben noch ca. maximal drei Monate zu leben, wenns gut geht 6, das hängt von ihrer Ernährung ab und sie sollten auch nicht mehr rauchen. Und halten sie den Kopf warm, tragen sie Mützen und sowas, besonders jetzt, im Winter. Na denn frohe Weihnachten Herr Knoke! Tja, so saß ich da und hatte tasächlich so etwas wie Todesangst! Nun, um es kurz zu machen: Der Arzt konnte keinen Tumor feststellen. Welch Erleichterung! Abends ging ich dann ins Kino, um den neuen Allen - Film zu sehen. Zum Ende des Jahres einen neuen Allen - Film, das gehört zu meinenm Leben wie Weihnachten oder sowas. Das Leben pulsierte wieder in mir und dieser Film war genau das Richtige, um die bösen Geister der Krebstumore zu vertreiben. Ein schöner Film! Ein sehr, sehr schöner Film!." |