(Anything Else)
USA 2003


Jerry Falk (Jason Biggs) schreibt Komödien, leider mit eher magerem Erfolg. Seine Lage wird zusätzlich durch die Tatsache erschwert, dass seine süße Freundin Amanda (Christina Ricci) nicht mehr mit ihm schlafen will.

Zum Glück ist Jerry mit dem Schullehrer David Dobel (Woody Allen) befreundet, der ebenfalls als Komödienautor arbeitet. In langen Spaziergängen im New Yorker Central Park lässt sich Jerry von seinem ziemlich paranoiden Mentor Tipps geben. Und zwar nicht nur, wie gute Komödien funktionieren. Um im Leben vorwärts zu kommen, so Davids Rat, ist es nötig, sich von altem Ballast zu trennen, etwa unfähigen Psychoanalytikern, schlechten Agenten oder eben neurotischen Freundinnen.

Leider tut sich Jerry mit solchen Entscheidungen schwer - vor allem, da er der einzige Kunde seines Agenten Harvey (Danny DeVito) ist. Auch eine Trennung von Amanda bringt Jerry nicht übers Herz, obwohl er sicher ist, dass sie ihn betrügt. Die Lage wird endgültig verworren, als Amandas Mutter (Stockard Channing), eine alkoholsüchtige Sängerin, die ihre besten Tage hinter sich hat, bei Jerry und Amanda einzieht.

Während der neurotische David seinem Zögling mit verwirrenden Ratschlägen und Gedanken den Kopf füllt, muss der junge Autor endlich entscheiden, wie er sein Leben wieder in Ordnung kriegt.

 


In Anything Else reißt der New Yorker zwar die üblichen Witze über das ewig lockende Weib, das den Männern am Ende den Sex verweigert. Und natürlich gibt es auch wieder einen Psychiater, doch diesmal ist alles anders: In "Anything Else" ist es nicht Woody Allen, der ewige "Stadtneurotiker", der mit dem Weibe kämpft. Verstrickt in einer kaputten und neurotischen Beziehungskiste ist sein junger Künstlerkollege (Jason Biggs, "American Pie"). Der allerdings lebt und leidet wie Allen. Der Ältere hingegen entwickelt zum Liebeskranken väterliche Gefühle. Wachwechsel an der Neurotiker-Front. Auch sonst ist in "Anything Else" so einiges anders, Allen macht sogar dumme Witze über den Holocaust: "Hab' mich neulich mit zwei Polizisten gestritten, die wollten mir weismachen, dass Auschwitz nur ein Themenpark war." Immerhin spielt er einen jüdischen Künstler, der sich von der Welt verfolgt fühlt.

 


Regie: Woody Allen Drehbuch: Woody Allen Kamera: Darius Khondji Schnitt: Alisa Lepselter Ton: Gary Alper Ausstattung: Santo Loquasto Kostüme: Laura Jean Shannon Verleih (Kino): Dreamworks Erstaufführung: 27.8.2003 Produktionsfirma: Granada Film Productions Produktion: Letty Aronson Charles H.Joffe Helen Robin Jack Rollins Stephen Tenenbaum Länge: 108 Minuten Darsteller: Woody Allen (David Dobel) Jason Biggs (Jerry Falk) Stockard Channing (Paula) Danny DeVito (Harvey) Jimmy Fallon (Bob Styles) Diana Krall (Diane Krall) Christina Ricci (Amanda) Carson Grant (Schauspiellehrer) Kenneth Edelson (Hotelbesitzer) Nicolas Pernisco (Page) Kadee Strickland (Brooke) Joseph Lyle Taylor (Bill) Eric Tonken ( Bar Patron)

"Easy to Love"
(Cole Porter)
Billie Holiday & Teddy Wilson & his Orchestra

"Gat I"
(Ravi Shankar)
Ravi Shankar

"It Could Happen to You"
(Johnny Burke & Jimmy Van Heusen)
Diana Krall

"Gone with the Wind"
(Herbert Magidson & Allie Wrubel)
Wes Montgomery

"The Way You Look Tonight"
(Dorothy Fields & Jerome Kern)
Billie Holiday & Teddy Wilson & his Orchestra)

"I Can't Believe That You're in Love with Me"
(Clarence Gaskill & Jimmy McHugh)
Billie Holiday & Teddy Wilson & his Orchestra

"Honeysuckle Rose"
(Andy Razaf & Thomas 'Fats' Waller)
Teddy Wilson

"I Can't Get Started"
(Vernon Duke & Ira Gershwin)
Lester Young

"Sunday (The Day Before My Birthday)"
(Moby & Sylvia Robinson)
Moby

"There'll Be Another Spring"
(Peggy Lee & Hubie Wheeler)
Stockard Channing

"There Will Never Be Another You"
(Harry Warren & Mack Gordon)
Lester Young