(A Midsummer Night´s Sex-Comedy)
USA 1982


Der spleenige Banker und nebenberufliche Erfinder Andrew und seine empanzipiert-neurotische Frau Adrian haben zu einem Wochenende in ihr lauschiges Landhaus geladen. Die Gäste dieser Waldparty um die Jahrtausendwende sind: Adrians Cousin Leopold, ein schwadronierender, ältlicher Positivist, seine vital-hysterische, von Torschlußpanik getriebene Verlobte Ariel und der Feierabend-Playboy Maxwell, ein Arzt und Schürzenjäger sondergleichen, der sich die naive, unkomplizierte und sinnenfrohe Krankenschwester Dulcy extra für dieses Wochenende als Medizin verschrieben hat. Der Reigen der milden Sommernacht ist eröffnet. Kaum sind die Gäste unter großem Hallo eingetrudelt, beginnt das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel. Leopold und Ariel wollen heiraten, aber die dralle Dulcy beweißt dem Philosophieprofessor, daß auch andere Frauen ihren Reiz haben. Der gehörnte Maxwell macht sich daraufhin sofort an die freizügige Ariel ran, die vor langer Zeit einmal eine Romanze mit dem Gastgeber Andrew hatte. Wunschträume werden Wirklichkeit, die Sinne, am Busen der Natur entfacht, fliegen Glühwürmchen gleich durch die Sommerluft und verstricken die Paare in Pärchen-Turbulenzen. Heimliche Treffs in Wald und Flur werden arrangiert und klappen- oder fallen ins Wasser. Andrew posiert mit seinen Erfindungen, die aber nicht so recht funktionieren wollen, deshalb kann er sein Angebot, Liebesvermittler zu sein, nicht aufrechterhal- ten. Der Abend vor der sonntäglichen Hochzeit: Alle Paare sind vertauscht. Ariel und Maxwell finden zueinander, aber Andrew mischt auch noch mit. Er möchte die alte Anhänglichkeit an Ariel aufwärmen, scheitert jedoch. Durch seine magische Wunderkugel, in die jeder seine Phantasien projizieren kann, wird die Verwirrung komplett...


Irrwege einer lauen Sommernacht um 1900. Pucks, Elfen, Faune, kauzige Erfinder, barsche Wissenschaftler und magische Damen Hand in Hand. Shakespeare ist mit seinem "Sommernachtstraum" nahe und auch Ingmar Bergman, dessen "Lächeln einer Sommernacht" von 1955 diesen Allenschen Bocksprung inspirierte- Woody nennt den Film selbst "ein kleines Sommer Pastiche".Ein Reigen verkorkster Leidenschaften im impressionistischen Licht Renoirs und Manets, in das nur hin und wieder der Schatten einer Slapstik-Tölpelei fällt. Woody hat mit diesem Film ein erotisches Kunstwerk geschaffen. Flirrende Poesie der Sinne und der polymorph-perverse Zustand der natürlichen Welt.


Regie: Woody Allen Drehbuch: Woody Allen Kamera: Gordon Willis Musik: Felix Mendelssohn-Bartholdy Schnitt: Susan E.Morse Ton: James Sabat Frank Graziadei Jack Higgins Ausstattung: Speed Hopkins Kostüme: Santo Loquasto Produktions-Design: Mel Bourne FSK: ab 12 Jahren, feiertagsfrei Verleih (Kino): Warner-Columbia Verleih (Video): Warner Home Video Erstaufführung: 15.10.1982 Produktionsfirma: Orion Produktion: Robert Greenhut Länge: 88 Minuten Darsteller: Woody Allen (Andrew) Mia Farrow (Ariel) Jose Ferrer (Leopold) Julie Hagerty (Dulcy) Tony Roberts (Maxwell) Mary Steenburgen (Adrian) Adam Redfield (Foxx) Moishe Rosenfeld (Mr.Hayes) Timothy Jenkins (Mr.Thompson) Michael Higgins (Reynolds) Sol Frieder (Carstairs)



"Mendelssohn's Symphony No. 3 (Scottish)
"Iin A Minor"
Leonard Bernstein & New York Philharmonic Orchestra

"Mendelssohn's Violin Concerto in E Minor, Opus 64"
Vassil Stefanov & The TVR Symphony Orchestra
Solist Stoika Milanova


"Mendelssohn's Piano Concerto No. 2 in D Minor, Opus 40"
Eugene Ormandy & The Philadelphia Orchestra


"Mendelssohn's A Midsummer Night's Dream"
Eugene Ormandy & The Philadelphia Orchestra


1983 Razzie Award
Schlechteste Darstellerin
Mia Farrow