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What's New, Pussycat?
Quoi de neuf, Pussycat?
USA/GB/Frankreich 1964

Der Feuilletonredakteur der Pariser Modezeitschrift "Chic", Michael James, sucht den Psychologen Fritz Fassbender auf, um sein Problem dazulegen. Er leidet an Weibersucht. Am Ende der Sitzung haben sich die Probleme etwas verlagert, und der Seelendoktor mit einer erkalteten, Wagner trällernden Walküre verheiratet, ist nun erotisch entflammt. Dennoch kann sich Michael nach wie vor nicht entschliessen, seine Verlobte, die anziehende Berlitz-School Lehrerin Carol, zu ehelichen. Michaels Freund Victor Shakapopolis hat gerade ganz andere Sorgen. Er, der im Spripteaselokal "Crazy Horse" den Stripperinnen beim An- und Ausziehen assistiert, hat noch keine Affäre mit einer Frau zustande gebracht. Assistenz ist alles, was er bieten kann. Carol setzt Michael unter Druck, damit der, nach der Ankunft ihrer Eltern, die sich angekündigt haben, in die Heirat einwilligt. Michael ist auch mannhaft bereit, sich von seiner flatterhaften Vergangenheit zu verabschieden, lernt aber just im "Crazy Horse" die neue Stripperin Liz kennen und folgt ihrer Spur wie ein Hund. Leider zeigt ihm Liz im Schlafzimmer nicht weiter als ihre selbstverfassten Gedichte.
Der enttäuschte Michael taumelt daraufhin umgehend der leidenschaftlichen Renee in die Arme, und Carol, die das mit an sehen muß, läßt sich mit Victor ein ,natürlich nur, um Michael eifersüchtig zu machen. Victor läßt seine ausgefeilte Liebestechnik, aber Carol ist bei diesem feurigen Second-Hand-Liebhaber nicht bei der Sache. Sie will nur Michael, den sie bei einem überstürtzten Besuch aber just in dem Moment antrifft, als Liz und Renee hüftenschwingend aufkreuzen. Der Psychologe Fassbender glüht unterdessen immer noch im frisch entflammten, aber richtungslosen Liebesgefühl. Wie ein erotisches Leuchtfeuer irrt er durch die Nacht und langsam reifen in ihm Selbstmordabsichten: Er will sich verbrennen. Da trifft er am Seine-Ufer auf Victor, der, im Smoking an einem Klapptisch sitzend, ein nächtliches Brathähnchen im Gelee verzehrt und Champagner schlürft; sein jährlich wiederkehren- des Geburtstagsritual. Die Freitodabsichten des phsychisch angeknacksten Psychologen werden durch diese Begegnung so fehlgeleitet, daß er beschließt, weiterzuleben. Victor dagegen bittet um eine Konsultation und erhält an Ort und Stelle einen Termin. Fassbender rät ihm, sich einen italienischen Sportwagen zu kaufen, um die Frauen zu beeindrucken. Victor befolgt diesen Rat prompt, scheitert aber in seiner Balz, als er versucht, die Frauen in wilder Absicht in Kleiderschränke zu sperren. In einem hübschen Haus auf dem Land treffen sich, wie in einem Vaudeville, alle Personen der verrückten Handlung zu einem Bäumchen-wechsel-dich-Spiel wieder. Und nach erneuten grotesken Verwicklungen rückt das Happy-End unnachsichtig näher.

In der New Yorker Kneipe "Blue Angel" hatten der Hollywood-Tycoon Charles K.Feldman und seine damalige Freundin Shirley McLaine den Wort-Cartoonisten Woody Allen entdeckt und an Land gezogen. Feldman will, daß er für ihn eine Popkomödie schreibt, und für 25.000 Dollar Gage macht Woody das. Er schreibt das verkorkste Drehbuch um, reserviert sich und Groucho Marx die Hauptrollen, die dann aber Peter Sellers und Peter O´Toole bekommen. Script und Film sind in dem Sinne avantgardistisch, in dem sie völlig unverständlich sind. Den sexuellen Anstrich bekommt das Werk durch Woody´s atemberaubenden Slapstik-Einlagen. Der Film- nicht gerade ein Meisterstück der Filmkunst- spielte allerdings wider Erwarten die damals sagenhafte Summe von 17 Millionen Dollar ein und katapultierte Woody ins Penthouse der Erfolgsautoren.
Regie: Clive Donner Drehbuch: Woody Allen Kamera: Jean Badal Musik: Tom Jones, Dionne Warwick, Paul Jones Original-Score: Burt Bacharach Schnitt: Fergus McDonell Ton: William-Robert Sivel Spezial-Effekte: Bob McDonald Produktion: Charles K.Feldman FSK: ab 12 Jahren, nicht feiertagsfrei Verleih (Kino): United Artists Erstaufführung: 8.10.1965 Produktionsfirma: Famous Artists Länge: 108 Minuten Darsteller: Peter O´Toole (Michael James) Peter Sellers (Nikita Popowitsch/Fritz Fassbender) Romy Schneider (Carol Werner) Capucine (Renee Lefebvre) Paula Prentiss (Liz) Ursula Andress (Rita) Woody Allen (Victor Shakapopolis) Eddra Gale (Anna Fassbender) Katrin Schaake (Jaqueline)
Filmszenen:



"What's New Pussycat?"-Tom Jones
"Here I Am" Dionne Warwick
"My Little Red Book" Manfred Mann
1966 Oscar Nominierung
Beste Musik/Bester Song
Burt Bacharach (Musik) Hal David (II) (Text)- für den Song "What's New, Pussycat?"
1966 Laurel Award
Nominierung
Beste männliche Comedy-Performance
Peter Sellers
1966 WGA Screen Award
Bestes Comedy-Drehbuch
Woody Allen |