Woody war im Gegensatz zur Filmarbeit nur an wenigen Theaterstücken wirklich beteiligt, von denen zwei ("Gott" und "Death"), zuerst im Rahmen der Kurzgeschichten-Bände veröffentlicht wurden, bevor sie vom Theater adaptiert wurden.

"Mach´s noch einmal, Sam"

Komödie, die zu großen Teilen 1968 in Chicago entstand und ihre Uraufführung in der Saison 1969/1970 (12.Februar 1969 im Broadhurst Theater, West Forty-fourth Street) am Broadway erlebte. Das Stück unter der Regie von Woody Allen wurde danach 453mal, anderthalb Jahre lang in der Originalbesetzung (Woody, Diane Keaton, Jerry Lacey, Tony Roberts) gespielt. Einen vergleichbaren Erfolg hatte das Stück in London, wo es am 11.September 1969 im "Globe Theatre" unter der Regie von Joseph Hardy, mit Dudley Moore, Patricia Brake und Bill Kerr in den Hauptrollen uraufgeführt wurde und 355 Vorstellungen erlebte.

"The Floating Light Bulb"
Ein tragikomisches Sechs-Personen-Brooklyn-Stück in der Manie von "The Glasmenagerie" von Tennessee Williams, wenn auch nur scheinbar melodramatisch und deshalb ungleich komischer. Das Stück von Woody Allen erlebte seine Premiere am 27.April 1981 am New Yorker "Vivian Beaumont Theater", danach insgesamt 65 Aufführungen. Regie führte Ulu Grosbard, Hauptdarsteller waren Brian Backer, Beatrice Arthur, Danny Aiello, Jack Weston. Am 17. Mai 1990 erlebte das Stück unter der Regie von Patrick Sandford am "Nuffield Theatre" in Southampton, England eine zweite Aufführung an 25 Abenden (Stars: Gian Sammarco, Paul Russell, Sylvia Syms,Sam Douglas, Lee Montagu).

"Gott"
Titel eines "Dramas" von Woody Allen, zuerst erschienen im "New Yorker", später in seinem Kurzgeschichten-Band "Ohne Leit, kein Freud", das jedoch nie von Allen selbst inszeniert wurde, sondern hauptsächlich von europäischen Provinzbühnen für "theatertauglich" gehalten wurde.

"Central Park West"

70minütige Theaterkomödie von Woody Allen, aus dem Milieu seiner näheren Umgebung. Darin geht es hauptsächlich um Treue und Untreue, Liebe und Sex in der Upper West Side. Alle Charaktere, die Psychoanalytiker, Rechtsanwälte, die Patienten, die Neurotiker, die Aufsteiger, die Kreativen, also die ganze meschuggene Mittelklasse, die Allen´s Werk bevölkern, praktizieren das beliebte "Bäumchen-wechsle-dich"-Spiel. Das Stück wurde zusammen mit "Hotline" von Elaine May und "An Interview" von David Mamet unter dem Titel "Death Defying Acts" am 6.3.1995 im "Variety Arts Theater" in New York uraufgeführt und lief danach in 343 Vorstellungen. Regie führte Michael Blakemore, Produzenten: Jean Doumanian und Woody´s Schwester Letty Aronson, Stars waren Linda Lavin, Debra Monk, Gerry Becker, Paul Guilfoyle und Tari T.Signor.

"Don´t Drink The Water"
Ursprünglicher Titel "Yankee Come Home" (dt: "Vorsicht, Trinkwasser"). Erstes Theaterstück Woody Allen´s (1965) über eine Familie aus New Jersey, die alles miteinander macht und sich dauernd auf die Nerven geht. Eines Tages in den 60er Jahren, als der kalte Krieg auf dem Höhepunkt ist, macht sie Urlaub in einem östlichen Land, wird, weil der Ehemann einen Sonnenuntergang in einer heiklen Örtlichkeit fotografiert, der Spionage bezichtigt und flieht in die amerikanische Botschaft. Dort ergibt sich im Verlauf der Handlung ein Theaterstück, das in einem Raum spielt. Die Komödie erlebte ihre Premiere in Philadelphia ("wurde in der Provinz eingeritten"), bevor sie-an entscheidenden Punkten überarbeitet- über Boston nach New York kam, wo sie- mit dem jüdischen Komiker Lou Jacobi (Rabbi Baumel aus "Was sie schon immer über Sex wissen wollten") in der Hauptrolle sowie Tony Roberts in einem wichtigen Part- zunächst am 17.11.1966 am "Morosco Theater" in New York an der 45.Straße uraufgeführt wurde (Regie: Stanley Prager) und dann in 598 Vorstellungen eineinhalb Jahre lang lief.

"The Jazz Baby"

Entwurf eines Theaterstücks von Allen und Marshall Brickman vom Ende der 60er Jahre. Es wurde jedoch nie aufgeführt oder weiterentwickelt, auch eine geplante Filmversion kam aufgrund der negativen Haltung seiner Agenten Rollins und Joffe nicht zustande.