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 Auch
Woody Allen macht Werbung. In den 60er Jahren, als Woodys beteiligung
an der unsäglichen Bond-Parodie "Casino Royale" seine
eigene, selbstständige Karriere als Regisseur in Schwung brachte,
setzte er als Pionier des Product Placements "Foster Grant"
Sonnenbrillen ins richtige Licht. Gleiches tat er für Arrow-Hemden
und Smirnoff-Wodka. Fast vierzig Jahre später entdeckt Woody die
"Commercials" erneut als Einnahmequelle. Als Telecom Italia
den New Yorker Filmemacher darum bat, in einem Werbespot des italienischen
Kommunikationsriesen aufzutreten, machten ihm die Verantwortlichen wohl
ein Angebot, daß er nicht ablehnen konnte. Dabei war er in guter
und illustrer Gesellschaft. Auch Marlon Brando und Nelson Mandela folgten
dem Ruf des Geldes.
In den letzten Jahren entdeckten immer mehr Hollywood-Stars ihre italienischen
Wurzeln. Die Erklärung ist ziemlich simpel- die meisten Stars sind
peinlich darauf bedacht, ihr mühsam aufgebautes Image in der US-Öffentlichkeit
nicht zu schädigen. Ein Auftritt in italienischen Werbespots jedoch
verspricht den warmen Geldsegen ohne in der Heimat in den Ruf zu kommen,
"käuflich" zu sein. Es ist sogar meist vertraglich festgelegt,
das die Spots außerhalb Italiens nicht gesendet werden dürfen.
“Ein prominenter amerikanischer Kinostar tritt einfach nicht im
Fernsehen auf. Es ist eben Fernsehen- und sie haben es nicht mehr nötig,
im Fernsehen aufzutreten.” sagt Tony Villani, Filmprofessor an
der Amerikanische Universität in Rom. Harrison Ford bekam 2.3 Millionen
Dollar für den Lancia-Werbefeldzug. Die Story dieses Commercials-
Ford bemüht sich liebevoll um ein Bonsai-Bäumchen- wäre
nicht gerade dazu geeignet, die Indiana Jones-Fans in den Vereinigten
Staaten zu beeindrucken. In einem anderen Spot wirbt Herzensbrecher
und Frauenschwarm Brad Pitt für Modeschmuck. Robert De Niro setzte
seine selbstauferlegten Prinzipien, niemals in einem Werbespot aufzutreten,
in einem Commerical für Halogenlampen außer Kraft und Richard
Gere bot einer schönen Unbekannten Ferrero Rocher Schokolade an.
Mitte der 90er Jahre, als die japanische Wirtschaft boomte, bot sich
ein ähnliches Bild. 1995 warb Harrison Ford für Kirin Bier,
Dennis Hopper, mit einer Gummiente in der Hand, für Seife, Sylvester
Stallone pries Dosenschinken an und Arnold Schwarzenegger schlüfte
Glasnudeln.
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